Das ungeduldige Riesenbaby

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Schlawiner
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Re: Das ungeduldige Riesenbaby

Beitrag von Schlawiner »

Ich glaube das Prinzip ist bei google ist dabei überall dabei zu sein was irgendwie Sinn macht und zu gucken wie die Zeichen stehen und sich entwickeln. Denke Google wird niemals der Konzern sein der irgendwas "verpasst" haben wird, Google ist überall präsent, sucht fast verzweifelt überall nach DER nächsten großen Sache. Klar das die also auch auf diesen Busch klopfen, auch mit dem Aspekt der exklusiv Spieleentwicklung. Wahrscheinlich war Stadia irgendwo auch ein voller Erfolg was Informationssammlung oder was auch immer angeht. Google ist bestimmt ein ganzes Stück schlauer. Ich vermute das die ganze Aktion obligatorisch geschehen ist, ja es ist kein Wunder geschehen, aber das war bestimmt von Google auch nie beabsichtigt. Die Firma ist so kühl und von rationalen Überlegungen getrieben, dass Gier, Größenwahn oder ähnliches gar nicht in deren Sprachschatz vorkommen dürfte. Das ist ja auch gut, dass es null Grund für Verschwörungstheorien oder sonst was geben kann, auf der anderen Seite, wenn aus dieser Haltung die Google hat irgendwann der Versicherungssektor oder andere staatliche Institutionen zum Geschäftsbereich werden, darf sich das humanistische, dass es sich in der demokratischen Staatsform gerade gemütlich gemacht hat warm anziehen. Also vielleicht sollte man das auch merken wenn man dem "ungeduldigen Riesenbaby" da beim spielen zuguckt.
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Kajetan
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Re: Das ungeduldige Riesenbaby

Beitrag von Kajetan »

Schlawiner hat geschrieben: 03.02.2021 19:20 Ich glaube das Prinzip ist bei google ist dabei überall dabei zu sein was irgendwie Sinn macht und zu gucken wie die Zeichen stehen und sich entwickeln.
Du beschreibst Microsoft :)

Nein, stimmt schon. Alphabet, der Mutterkonzern, hat genug Kohle um sich solche Experimente locker leisten zu können. Und wer weiß? Irgendwann bleibt was kleben und entwickelt sich zu einem soliden Umsatzbringer. Microsoft macht das seit über 20 Jahren und auch wenn, grob geschätzt, 95% aller neuen Unternehmungen scheitern (aus genau den gleichen Gründen wie bei Google), die restlichen 5% haben das kommerzielle Standbein von MS erweitern können.

Zurück zu Spielen ... doch, die Kunst großartige Spiele zu machen, kann man sich tatsächlich kaufen. Man kann für teuer Geld entsprechend zusammenpassende Talente anheuern, diesen entsprechend Zeit geben und nach einer Weile kommt tatsächlich etwas Großartiges bei heraus, welches auch die Kassen klingeln lässt. Aber dazu braucht man einen langen, langen Atem. Und man muss lernen in kleinen Schritten zu denken, anstatt sofort das ganz große Ding zu erwarten. Da aber die Konzerne, die das Geld dafür hätten, nicht langfristig handeln können, sondern immer nur auf kurzfristige Erfolge aus sind, weil man damit die eigenen Boni besser steigern kann, bleibt es dabei: Diejenigen, die das Geld dafür haben, können sich Erfolg im kreativen Bereich aber nicht kaufen! Und wer in diesen Bereichen tatsächlich langfristig agieren will, wird bald vom Aufsichtsrat auf Druck großer Investoren abgesägt, denen nur an kurzfristigen Steigerungen des eigenen Portfolios gelegen ist.

Wäre dem anders, wäre jeder BigBudget-Film ein Anwärter auf die Oscars und bei 4Players würde man allen AAA-Spielen 120 von 100 möglichen Punkten geben müssen.
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History Eraser
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Re: Das ungeduldige Riesenbaby

Beitrag von History Eraser »

Es ist irgendwo nachvollziehbar und vermutlich die richtige Entscheidung gewesen. Als man angekündigt hatte, Promis zu verpflichten und selber zu entwickeln, sah der Markt auch noch ein klein wenig anders aus. (Noch keine Spielerzahlen bei Stadia, noch kein Crucibleflop)

Wenn sich im Laufe der Entwicklung rausstellt, dass da finanziell niemand an einen Erfolg glaubt, ist das doch die einzig richtige Entscheidung. Zum Trauern gibts tatsächlich nichts.

Man darf aber auch nicht vergessen: Stadia bietet als einzigster (?) Dienst sowas wie einen freien Zugang ohne monatliche Abogebühren an. Ist angesichts des Gamepass Preises vllt auch kein Killerargument, aber tot ist die Plattform noch nicht.
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Azor002
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Re: Das ungeduldige Riesenbaby

Beitrag von Azor002 »

Danke Jörg für die gelunge Kolumne, wie immer auf den Punkt gebracht!

Ich persönlich fand/finde Stadia toll. Das Kostenmodell ohne Abo hat mich überzeugt. Wenn mir ein Spiel gefällt oder ein schnäpchen in den Sales lauert schlage ich zu und spiele. Also bezahle nur für das was ich will.

Ich werde jetzt in Zukunft auch als alternative die xCloud über den GamePass Ultimate mal ausprobieren, werde mal schauen ob mir das Abo-Modell zusagt... aber die xCloud macht erst mal einen tollen eindruck. Zumal dort auch schon viele Games für das Mobile spiele über Smartphone mit einer Touch steuerung versehen wurden.

Was ich nur nicht verstehe.... Warum hinkt Sony mit PSnow so derbe hinterher und supporten nicht mal Smartphones???

Baralin
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Re: Das ungeduldige Riesenbaby

Beitrag von Baralin »

Danke. Das war eine Kolumne, bei der ich nicht ratlos meinen Kopf kratze!
Ich warte auf: Beyond Good & Evil 2, Star Citizen

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Stalker, GTA IV, Nintendo, Resident Evil IV, Journey, The Last of Us
Easy Lee
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Re: Das ungeduldige Riesenbaby

Beitrag von Easy Lee »

Irgendwie beruhigend, dass es selbst mit dem Geld und der Datenmasse nicht möglich ist einen Service einfach so auf Erfolg zu trimmen.
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casanoffi
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Re: Das ungeduldige Riesenbaby

Beitrag von casanoffi »

Letztendlich ist das Geschäftsmodel von Stadia dafür verantwortlich, dass es kaum jemand annimmt.

Ich meine, theoretisch macht es Google ja nicht anders als Sony, Microsoft, Nintendo oder die vielen Anbieter einer Vertriebs-Plattform auf Windows: man bindet die Kunden an einen Dienst.

Google hätte gleich zu Beginn mit einem Paukenschlag in den Markt einsteigen müssen, nach denen sich viele Spieler die Finger geleckt hätten.
So, wie es Valve damals mit der Orange Box bei Steam getan hat.

Stadia ist ja ne gute Sache, aber das Geschäftsmodel in der Kombination mit dem "Wissen" vieler Spieler, dass Google diesen Dienst schnell mal wieder dicht macht, wenn es nicht sofort läuft, ist halt der Killer...

Eigentlich müsste Google jetzt hergehen und viele große Studios für sehr viel Geld kaufen.
Denn sonst riskiert doch jetzt niemand mehr einen Kauf eines Vollpreis-Titels bei denen...
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dx1
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Re: Das ungeduldige Riesenbaby

Beitrag von dx1 »

casanoffi hat geschrieben: 05.02.2021 15:18 Google hätte gleich zu Beginn mit einem Paukenschlag in den Markt einsteigen müssen, nach denen sich viele Spieler die Finger geleckt hätten.
So, wie es Valve damals mit der Orange Box bei Steam getan hat.
Dieser vergleichbare Paukenschlag käme aber erst in knapp zwei Jahren. (Half-Life 2 erschien 35 Monate vor der Orange Box.)

Ich glaube, der Markt ist inzwischen so riesig, dass Spiele als Systemseller kaum noch die Relevanz erreichen werden, die ihnen früher mal zugesprochen wurde, bzw. die sie mal hatten, nämlich über die ohne sie erreichte Reichweite noch erfolgreich Werbung für weitere nennenswerte Marktanteile zu machen. Im Verhältnis gesehen, nicht in absoluten Zahlen, denn wie gesagt ist der Markt riesig geworden und wächst noch. Und das würde er genauso auch ohne Exklusivspiele.
Zuletzt geändert von dx1 am 05.02.2021 20:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Drian Vanden
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Re: Das ungeduldige Riesenbaby

Beitrag von Drian Vanden »

Schöner Kommentar, danke, Jörg!

Mir gefällt die Entwicklung sehr, dass sich im Grunde immer noch vieles allein um starke Spielemarken dreht. Andererseits: war es je anders? Und der Fairness halber ist eben festzuhalten, dass sich Google nicht allzu lange bemüht hat. Harrison und Raymond wussten das insgeheim sicherlich schon vorher, einen gut dotierten Vertrag ließen aber auch sie sich vermutlich nicht entgehen. Und: einmal bei Google als Exekutive hinter die Kulissen zu schauen, dürfte auch fürs berufliche Vorankommen nicht unbedeutend sein.

Ist das Kapital eines Apple, Google, Microsoft, Amazon & Co. weit aus größer als das von Sony und Nintendo? Mit Sicherheit.

Was Sony und Nintendo jedoch besitzen ist im Vergleich weitaus wertvoller als milliardenschweres Geld auf hoher Kante: eine mühselig aufgebaute und etablierte Spielebibliothek, deren Wert sich vielleicht anhand von Verkaufszahlen konkret beziffern lässt, aber eine viel größere Attraktivität ausstrahlt, als man es mit Zahlen allein ausdrücken könnte.
Zuletzt geändert von Drian Vanden am 05.02.2021 20:09, insgesamt 1-mal geändert.
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NomDeGuerre
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Re: Das ungeduldige Riesenbaby

Beitrag von NomDeGuerre »

One hn oder her, Microsofts Bibliothek ist nicht zu unterschätzen und hat durch den Game Pass nochmal an Bedeutung gewonnen. Das, Microsofts Hintergrund und deren Ressourcen, zusätzlich dazu die jüngsten Einkäufe, das bringt die in eine einzigartige Position.
Sie nannten ihn Sausewind
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Re: Das ungeduldige Riesenbaby

Beitrag von Pulsedriver30 »

Da gibt es einen Fehler im Textbeispiel: Es gibt noch keine Cyberpunk2077 Version für Series X oder PS5. Dementsprechend muß die Stadia Version "fast so gut ausgesehen haben wie die PS4 Pro oder Xbox one x Version" und nicht wie PS5 und Series X... ;)
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Re: Das ungeduldige Riesenbaby

Beitrag von Pulsedriver30 »

dx1 hat geschrieben: 05.02.2021 16:16
casanoffi hat geschrieben: 05.02.2021 15:18 Google hätte gleich zu Beginn mit einem Paukenschlag in den Markt einsteigen müssen, nach denen sich viele Spieler die Finger geleckt hätten.
So, wie es Valve damals mit der Orange Box bei Steam getan hat.
Dieser vergleichbare Paukenschlag käme aber erst in knapp zwei Jahren. (Half-Life 2 erschien 35 Monate vor der Orange Box.)

Ich glaube, der Markt ist inzwischen so riesig, dass Spiele als Systemseller kaum noch die Relevanz erreichen werden, die ihnen früher mal zugesprochen wurde, bzw. die sie mal hatten, nämlich über die ohne sie erreichte Reichweite noch erfolgreich Werbung für weitere nennenswerte Marktanteile zu machen. Im Verhältnis gesehen, nicht in absoluten Zahlen, denn wie gesagt ist der Markt riesig geworden und wächst noch. Und das würde er genauso auch ohne Exklusivspiele.
Naja Nintendo und Sony sind das beste Beispiel dafür das nur die exklusiven guten Triple AAA Spiele ausschlaggebend sind für den Erfolg einer Konsole. Wenn es angenommen überall die gleichen Spiele geben würde, wäre wohl die Leistungsstärkste Konsole erfolgreicher. Microsoft unterstützt meine These sogar, in dem Sie "Exklusive Spiele" durch den Kauf von mehreren Studios, mit Milliarden von Dollar zukaufen. Auch hatte Microsoft meistens die stärkste Konsole auf dem Markt und war in den letzten Jahren trotzdem immer "nur" auf dem Bronzeplatz. Das wollen Sie nun ändern und Zenimax war da nur der erste Schritt.
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dx1
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Re: Das ungeduldige Riesenbaby

Beitrag von dx1 »

Ich mach mal eine Milchmädchenrechnung mit Zahlen von en.wikipedia:

PS3 und PS4 zusammen 200 Millionen verkaufte Geräte, The Last of Us 20 Millionen mal verkauft. Es wird nicht so sein, dass jedes gekauft TLoU einer verkauften PS3 oder PS4 entsprach, aber sagen wir mal, es wäre so: Ohne TLoU als Exklusivtitel hätte Sony dann "lediglich" 180 Millionen PS3 und PS4 verkauft, ein Unterschied von zehn Prozent, weshalb ich "kaum noch die Relevanz von früher" schrieb, als man sich das SNES kaufte, um Super Mario World und Mario Kart zu spielen.

Ja, Strahlkraft durch die Summe der supertollen Exklusivtitel usw. Versteh ich. Marketing. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis sind fast nur reine Playstationspieler, ein paar "Multis" (hauptsächlich Playstation+PC), einer, der jede Generation alle drei Konsolen und PC hat. Von den PS-Spielern hat eine Gruppe von mindestens sechs Leuten vor, dieses Jahr geschlossen ins Xbox-Lager zu wechseln. Nicht wegen der Exklusivtitel, sondern u.a. wegen des Gamepasses und des als besser wahrgenommenen Crossplays mit Windows-PC. Auch nur anekdotisch
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Drian Vanden
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Re: Das ungeduldige Riesenbaby

Beitrag von Drian Vanden »

dx1 hat geschrieben: 06.02.2021 19:50 Ich mach mal eine Milchmädchenrechnung mit Zahlen von en.wikipedia:

Ohne TLoU als Exklusivtitel hätte Sony dann "lediglich" 180 Millionen PS3 und PS4 verkauft
Müsstest du dann jedoch nicht auch alle anderen Exklusivtitel und deren Verkaufszahlen miteinbeziehen? Oder warum allein The Last of Us?

Persönlich streite ich die Attraktivität eines Gamepass und der XSX als Konsole nicht ab. Ich bemühe mich, nichts in Kategorien wie Unter- oder Überschätzen zu pressen, sondern schere mich eher um die bloße Einschätzung.

Ich bin mir hundertprozentig sicher, dass ein Großteil der Konsolenspieler oder generell aller Spieler gespannt ist, was Microsoft in Zukunft neben dem Gamepass bieten wird.

Ohne Exklusivitäten gesprochen, bietet der Gamepass zu einem günstigen Preis eine große Auswahl Third-Partys. Etwas, worauf ich echt gespannt bin, wie Sony und Nintendo darauf in Zukunft reagieren wollen. Salopp gesagt: während man auf der Playstation 5 ein Battlefield 6 zum Preis von 69€ oder mehr spielen würde, bekäme man als Xbox-Spieler Battlefield 6 eventuell ohne weitere Kosten als allein die des Gamepass eben im Gamepass. Das ist wahnsinnig attraktiv.

Mir persönlich ist jedoch auch die Attraktivität von Exklusivität wichtig. Bestimmt vieler Leute wegen oder selbst Sony-Käufer wegen, könnte Sony ein The Last of Us Part 1+2, sämtliche God of Wars oder Uncharteds, Horizons, usw. auch auf der Xbox veröffentlichen. Dass sie es nicht tun, liegt (momentan noch) in der Natur der Sache.

Mir persönlich ginge es nie darum, eine IP für mich und mein System ganz allein zu haben. Das Anstoßen, also das Bemühen um neue IPs und sie kontinuierlich kritisch und spielerisch relevant zu halten und sie mitunter zu Ausnahmetiteln zu formen, das ist es, was man meiner Meinung nach an Sony zu schätzen wissen kann.

Sollte Sony das Schaffen neuer IPs und (deren Fortsetzungen) auch während der PS5 in bisheriger Frequenz fortführen können, können wir in sechs bis sieben Jahren eventuell das nächste und noch konkretere Fazit ziehen, ob exklusive (oder eben einfach frische, neue und eben richtig gute IPs, die auf den Bemühungen eines einzelnen Konsolenherstellers beruhen, um die eigene Hardware attraktiver zu machen), ob exklusive Spiele eben doch einen Einfluss auf Hardwareverkäufe haben.

Ich bin mega gespannt, was uns mit der nun aktuellen Konsolengeneration die nächsten Jahre erwarten wird.
Zuletzt geändert von Drian Vanden am 07.02.2021 00:58, insgesamt 1-mal geändert.
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dx1
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Re: Das ungeduldige Riesenbaby

Beitrag von dx1 »

Meine ►Milchmädchenrechnung geht davon aus, dass ein verkauftes Exemplar eines Exklusivspiels einer verkauften Konsole entspricht, die also nur gekauft wurde, um dieses eine Spiel zu spielen. Denkst Du wirklich, ich nehme an, nur für TLoU allein hätten 20 Millionen Menschen eine PS3, bzw. PS4 und für Spider-Man weitere 20 Millionen eine PS4 gekauft?

Wir kennen die notwendigen Zahlen nicht, diskutieren aber trotzdem drüber, obwohl ich eingangs "ich glaube" schrieb. Glauben ist nicht wissen. Aber falls Du Zahlen hast, kannst Du die ja gerne mal aufbereiten. Höhere Verkaufszahlen der Konsolen rund um die Veröffentlichung der Exklusivspiele findet man bestimmt. Wieviele PS3 wurden zum Beispiel rund um die erste Verkaufswoche von TLoU verkauft und wie weit weicht diese Zahl von den Wochen davor und danach ab?

Für Juni 2013, den Monat, in dem TLoU in der ersten Verkaufswoche 1,3 Millionen mal verkauft wurde, habe ich nur das hier gefunden:
https://venturebeat.com/2013/07/18/june-2013-npd-the-last-of-us-animal-crossing-and-minecraft-take-top-spots/ hat geschrieben:
The 3DS was the best-selling console in June. Nintendo revealed that it sold 225,000 portables at retail. This is the second month in a row that Nintendo’s 3D handheld outsold all other devices.

Xbox 360 once again lead home console sales. Microsoft confirmed the system sold 140,000 units.
Das bedeutet: In diesem Monat sind 3DS und Xbox360 ganz ohne TLoU jeweils öfter gekauft worden als die PS3 und die meisten der 1,3 Millionen TLoU-Käufer hatten offenbar bereits die nötige Konsole. Ich bleib dabei: Exklusivspiele sind Werbung, ja, aber lange nicht mehr so wichtig wie früher mal.
Zuletzt geändert von dx1 am 07.02.2021 01:11, insgesamt 1-mal geändert.
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