FPS und TeraFLOP: Warum starke Technik gute Spiele besser macht

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4P|BOT2
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FPS und TeraFLOP: Warum starke Technik gute Spiele besser macht

Beitrag von 4P|BOT2 »

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Leon-x
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Re: FPS und TeraFLOP: Warum starke Technik gute Spiele besser macht

Beitrag von Leon-x »

Wie schon im Video-Talk kann ich dem Kommentar in fast allen Punkten zustimmen.

Für mich gehört ebenfalls die Technik hier mit zum Spielerlebnis in gewissen Rahmen. Wie gute Fahrzeugabstimmung bei einem Rennwagen.
Wenn es sich schwamming fährt und nicht ganz richtig anfühlt kann der Wagen noch so hübsch aussehen aber der Fahrspaß stimmt einfach nicht.
Lieber verzichte ich auf etwas Auflösung und Bling-Bling Effekte die nach 2 Stunden eh vom Gameplay, Steuerung, Input-Lag usw verdrängt werden als dem Entwickler immer schlechte Umsetzung(mein ich Games die nicht mal 30 Bilder stabil halten)zu entschuldigen. Natürlich soll jeder so zocken wie er will und deswegen sind auch auf Konsolen zumindest 2-3 Optionen halt wünschenswert.
Aber genau dadurch kann halt Jeder das Medium dann so erleben wie er will wenn es gut umgesetzt ist. Solide Technik sollte halt zum Handwerk gehören wie in anderen berufen auch. Klar, kann man hier und da wegen zu unterschiedlicher Hardware auch etwas Nachsicht haben. Grundsätzlich sollte halt instabiles Erlebnis nicht durch netten Inhalt ganz vom Tisch gewischt werden.

Ghost of Tsushima und Days Gone werde ich erst jetzt auf der PS5 wegen 60fps beenden. Spiele beide zur Hälfe abgebrochen. Wenn die Story nicht durch das Spiel zieht dann kann es durchaus gute Technik schon bewirken dann etwas mehr am Gameplay Spaß zu haben. Sekiro und Dark Souls 3 auch lieber auf dem PC beendet.
Vieles mag vom Genre abhängen aber es gibt wenige Spiele wo 60fps nicht Verbesserung zu 30 Bilder sind. Selbst bei RTS wo man nur über die Karte scrollt wirkt es sich aus. Open World sehe ich mich auch häufig mit der Kamera um.

1440p mit guten Upscaler und 60fps sehe ich als Sweetspot an da kann man noch etwas Rechenleistung in andere Dinge stecken. Auch wenn 4k/60 bzw 4k/120 irgendwann das Optimum für mich wären. Sowas lass ich vorerst in der PC Welt und würde es nicht von den Konsolen verlangen wenn erst mal 60 Bilder um WQHD zum Standard werden sollten.
Gears 5 im MP und Ori (4k/120) funktioniert es gut aber Dirt 5 oder DMC V in 1080p mit reduzierten Effekten nehme ich eher 60 Bilder statt 120.
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Onekles
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Re: FPS und TeraFLOP: Warum starke Technik gute Spiele besser macht

Beitrag von Onekles »

In jungen Jahren habe ich der Technik auch stets eine hohe Bedeutung zugemessen. Auch heute noch weiß ich 60 fps zu schätzen. Da hört's dann aber auch langsam schon wieder auf. Ich kann gar nicht so genau benennen, woher bei mir der Sinneswandel kam. Aber irgendwann war mir Technik einfach nur noch komplett egal. Ich kann über die Gründe spekulieren. Vielleicht liegt es daran, dass die Konsolen sich mittlerweile so dermaßen ähnlich sind und dadurch Langeweile aufkommt. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich an den großen Blockbustern abseits von Nintendo nahezu vollständig das Interesse verloren habe.

Technisch bewegen wir uns heute einfach auf einem Niveau, das in vielerlei Hinsicht "gut genug" ist. Jedes Handy zaubert dir heute ansehnliche Grafik mit 60 fps auf den Bildschirm, wenn ein Entwickler nur will. Vielleicht hab ich dann kein Raytracing und hier und da ein bisschen weniger Bling-Bling. Das fällt mir aber schlicht nicht auf. Es gibt nicht mehr die eklatanten Unterschiede wie noch vor 20 Jahren, wo man sich danach sehnte, dass die Klötzchenfiguren aus Final Fantasy 7 wenigstens ein bisschen besser aussehen könnten.

Wie auch immer. Freude soll jeder an dem haben, was ihm oder ihr beliebt. Ich kann es absolut nachvollziehen, wenn jemand in Hardware verschossen ist. Ich hatte auch Zeiten, in denen mir eine Grafikkarte mehr Freude bereitete als jedes neue Spiel. Benchmarks immer weiter in die Höhe zu schrauben kann auch ein netter Zeitvertreib sein. Über Sinn und Unsinn müssen wir nicht diskutieren. Erlaubt ist, was Spaß macht. Und was das ist, muss immer noch jeder für sich selbst entscheiden.

Ich persönlich bin da erstmal raus. Vielleicht kommt das wieder, keine Ahnung. Für den Moment bin ich mit der Switch hochzufrieden, sowohl zu Hause als auch unterwegs. Für den einen oder anderen Titel, den ich dort nicht daddeln kann, steht der Laptop bereit. Der ist mit seiner GTX 1070 auch nicht mehr taufrisch. Spielt mir aber bisher noch anstandslos alles in annehmbarer Qualität ab, selbst die VR-Titel. Mit der Kombo bin ich sehr zufrieden. Mein Verlangen nach einer Next-Gen-Konsole tendiert gegen 0. Aber wie gesagt, das bin nur ich und das kann sich in den nächsten Jahren locker wieder änden.
Zuletzt geändert von Onekles am 07.12.2020 23:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Drexel
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Re: FPS und TeraFLOP: Warum starke Technik gute Spiele besser macht

Beitrag von Drexel »

Ich glaube nicht dran, dass 60FPS der Standard bleibt. Mehr Eyecandy verkauft sich besser als 60 FPS....
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Nearx
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Re: FPS und TeraFLOP: Warum starke Technik gute Spiele besser macht

Beitrag von Nearx »

Beste Technik nutzt nichts wenn das Spiel von Ubisoft eine weitere Ubiworld hingerotz wird. Andersrum ist ein Disco Elysium mit ehrer "einfacherer" Technik wohl eins der besten RPGs der letzten Jahre ganz ohne Ray Tracing und co. Ich nehme gutes Game Design und eine Glaubhafte Spielwelt jederzeit vor einen oberflächigen Grafikwunder. Das auch beides geht beweisen Naughty Dog , Rockstar oder CD Projekt aber das sind eher die Ausnahme. Ich kann auch mit stablilen 30FPS mehr als gut leben.
Zuletzt geändert von Nearx am 08.12.2020 01:31, insgesamt 1-mal geändert.
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str.scrm
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Re: FPS und TeraFLOP: Warum starke Technik gute Spiele besser macht

Beitrag von str.scrm »

ich bin ja schon so froh gewesen, dass Kantenflimmern ab ca. der Hälfte der PS4XOne-Generation kein großes Thema mehr war
Spiele wie Dying Light oder GTA5 habe ich durch das krasse Tearing irgendwann wieder abgestoßen, geht gar nicht

umso beeindruckender, was z.B. Naughty Dog mit TloU2 noch aus den Kisten rausholt 8O

bin gespannt was die neue Ära bringt, wenngleich die Technik mittlerweile auf so einem fotorealistischen Grad ist, dass sie für mich eher 'selbstverständlich' als noch wirklich wichtig ist
mein größter Kritikpunkt mittlerweile geht in Punkto KI
langweilige open worlds ala Ubisoft oder auch Spider-Man lass ich mittlerweile komplett liegen
Zuletzt geändert von str.scrm am 08.12.2020 08:16, insgesamt 2-mal geändert.
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sahel35
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FPS und TeraFLOP: Warum starke Technik gute Spiele besser macht

Beitrag von sahel35 »

In diesem Zusammenhang erwähnenswert ist auch die angebliche Sony-Umfrage, bei der es um die häufigsten Gründe für "Spiel-Prokastrination" ging. Dass die PS5 das Problem des Zeitmangels der User und das schwierige "Wieder-reinkommen" in ein Spiel mit den Gamecards und den Null-Ladezeiten so gezielt angeht, trifft auch bei mir den Nagel auf den Kopf.

Soll heißen: Die modernere Technik übt sich auf ganz pragmatische Weise auf meine Spielzeit aus. Ich spiele mehr denn je, weil ich meine Entscheidung, ein Spiel zu starten, nicht mehr von der Aussicht auf Ladezeiten beeinflussen lasse.

Open World Games habe ich aus diesen Gründen immer gemieden. Sie waren mir aufgrund von Ladezeiten und Gehwegen einfach zu zeitraubend. Zudem wurde das lange Warten nur selten mit wirklich beeindruckenden Welten belohnt (bspw. RDR2).

Mit Spider-Man auf der PS5 hat sich meine Einstellung zu Open World Games schlagartig geändert. Neue Technik sei Dank 👍🏼
Zuletzt geändert von sahel35 am 08.12.2020 08:24, insgesamt 2-mal geändert.
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KaioShinDE
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Re: FPS und TeraFLOP: Warum starke Technik gute Spiele besser macht

Beitrag von KaioShinDE »

Danke für diesen Kommentar!

Ich bin das endlos unreflektiert wiederholte "gute Technik lenkt nur von den wahren Kernwerten von Spielen ab" blabla leid. Das sind einfach zwei unterschiedliche paar Schuhe die für ein großartiges Spiel eben beide passen müssen und nicht nur eines davon.
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ISuckUSuckMore
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Re: FPS und TeraFLOP: Warum starke Technik gute Spiele besser macht

Beitrag von ISuckUSuckMore »

60 fps > maximaleinstellung
hat nintendo ja schon beim gameboy erkannt ^^
godsinhisheaven
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Re: FPS und TeraFLOP: Warum starke Technik gute Spiele besser macht

Beitrag von godsinhisheaven »

Hallo Eike, deine Meinung schätze ich. Allerdings möchte ich "starke Technik macht gute Spiele in meinen Augen aber besser" widersprechen. Da stimme ich Jörg zu, Schrott bleibt Schrott auch mit 60 FPS und kurzen Ladezeiten. Aber da bin ich bei dir, es ist mega angenehm. Ich war schon bei der Switch (!) begeistert wie schnell sie startet und man direkt wieder im Spiel ist. Nur wurde da vom Marketing nicht die nächste Next Gen eingeläutet. ;-)

Am Ende bleibt es aber die Spielqualität die einen überzeugt. Die PS4 habe ich mir aufgrund GTAV geholt. Trotz Augenkrebs schaffte es das Spiel es mich auf der PS3 in seinen Bann zu ziehen. Das hatte ich mir ausgeliehen um Unsinn anzustellen. Tatsächlich entwickelte sich mit zunehmender Spielzeit eine Faszination, so dass es mein Kaufgrund der PS4 wurde. War es auf der nächsten Generation schöner? Ja. Besser? Nein.
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Astmeister
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Re: FPS und TeraFLOP: Warum starke Technik gute Spiele besser macht

Beitrag von Astmeister »

Wie gesagt habe ich es eher immer so wie Herr Luibl gehalten. Lieber geile Grafik als 4k und 60fps. Nachdem ich Spider Man Remastered und Demon's Souls in 60fps ausprobiert habe, war das wirklich ein Augenöffner. Selbst meine Frau, die nichtmal übelstes Clouding bei älteren Fernsehern sieht und Filme auf dem Handy in SD schaut, empfand das als extremen Sprung.
Jetzt bin ich nur traurig, dass ich Spiderman nicht mit Ray Tracing und 60fps geniessen kann. Aber naja, das ist dann wohl der PC Masterrace mit 1500 Euro Rechnern vorbehalten. ;-)
johndoe2009951
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Re: FPS und TeraFLOP: Warum starke Technik gute Spiele besser macht

Beitrag von johndoe2009951 »

Was der Bauer nicht kennt....ist ja bekannt.

Wenn ich nur auf Konsolen in 30 FPS unterwegs bin. Selbst ND-Ballerbuden profitieren natürlich von 60 FPS. Wer das abstreitet...kennt einfach den Unterschied nicht.
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dx1
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Re: FPS und TeraFLOP: Warum starke Technik gute Spiele besser macht

Beitrag von dx1 »

godsinhisheaven hat geschrieben: 08.12.2020 09:37 Allerdings möchte ich "starke Technik macht gute Spiele in meinen Augen aber besser" widersprechen. Da stimme ich Jörg zu, Schrott bleibt Schrott …
Wo ist denn da der Widerspruch?

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4P|Eike
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Re: FPS und TeraFLOP: Warum starke Technik gute Spiele besser macht

Beitrag von 4P|Eike »

godsinhisheaven hat geschrieben: 08.12.2020 09:37 Hallo Eike, deine Meinung schätze ich. Allerdings möchte ich "starke Technik macht gute Spiele in meinen Augen aber besser" widersprechen. Da stimme ich Jörg zu, Schrott bleibt Schrott auch mit 60 FPS und kurzen Ladezeiten. Aber da bin ich bei dir, es ist mega angenehm. Ich war schon bei der Switch (!) begeistert wie schnell sie startet und man direkt wieder im Spiel ist. Nur wurde da vom Marketing nicht die nächste Next Gen eingeläutet. ;-)
Das schließt sich ja nicht aus! Und da stimme ich Jörg ja auch zu: ein Schrottspiel kann noch so gut laufen / aussehen, es bleibt ein Schrottspiel. Gleichzeitig ist ein Spiel nicht gleichzeitig völliger Mist, "nur" weil es evtl. technisch nicht ganz am Start ist und gelegentlich ruckelt / teart etc. Aber ein vorher schon gutes Spiel ist immer besser, wenn es sauber flupscht!
Zuletzt geändert von 4P|Eike am 08.12.2020 10:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Smul
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Re: FPS und TeraFLOP: Warum starke Technik gute Spiele besser macht

Beitrag von Smul »

<erinnert sich an Ladezeiten von Datasetten im Bereich der Viertelstunden>
<lacht in Alt>
--
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